|

Neue Westfälische vom 25.03.2006
Die Krähen sind [nicht alle] weg
Nach der Vertreibung vom Altenheim:
Neue Brutgebiete [bisher noch] kaum angenommen
Steinheim (Günter Brombach). Ganz klar: Wenn man die
Bäume hinter Altenheim und Krankenhaus amschaut, muss
man zu dem Schluss kommen, dass die Umsiedlung der Saatkrähen
bereits erfolgreich abgeschlossen ist. mehr...
(Wir von der Landschaftsstation wollen auf den doch etwas
irre führenden Titel des Artikels hinweisen, deshalb
unsere Ergänzungen in Klammern [...]. Auf der Ostwestfalen-Seite
der gleichen NW-Ausgabe steht "Krähenumsiedlung
wird noch Jahre dauern".)
Am
9.12.2005 berichtete die Neue Westfälische von der Umsiedlungsaktion...
nach oben
Westfalenblatt vom 10.12.2005 (Warburg)
bzw. 12.12.2005 (Höxter)
NRW-Förderung für Bio-Station - Vorsitzende
im Amt bestätigt - Ausgleich der Interessen angestrebt
Kreis Höxter (WB). Der Vorstand
des Vereins Landschaftsstation im Kreis Höxter mit seinen
zwei gleichberechtigten Vorsitzenden wurde jetzt in der der
Jahreshauptversammlung für weitere drei Jahre im Amt bestätigt.
Die Mitglieder dankten ihren Vorsitzenden vor allem dafür,
dass sie die nicht einfache Aufgabe der Zusammenführung der
beiden »alten« Landschaftsstationen mit Bravour bestanden
hätten. Vor Beginn der Versammlung wurden den Mitgliedern
die neu gestalteten Ausstellungsbereiche über die heimische
Tierwelt in den Fluren des Steinernen Hauses vorgestellt,
die zu den normalen Geschäftszeiten jederzeit gerne von interessierten
Besuchern besichtigt werden können. Während der Versammlung
konnte Josef Jacobi, zusammen mit Albert Boyen Vorsitzender
der Landschaftsstation, mitteilen, dass der neue Umweltministers
Eckhard Uhlenberg die etwa 40 Biologischen Stationen in NRW
auch zukünftig fördern will. Der wissenschaftliche Leiter
der Station, Dr. Burkhard Beinlich, erläuterte die zukünftigen
Arbeiten der Landschaftsstation, die nicht zuletzt unter dem
Gesichtspunkt der für 2006 anstehenden FFH-Berichtspflichten
erfolgen. Am Beispiel der Artenschutzproblematiken Saatkrähe
und Kormoran/Äsche konnte er anschaulich die Intention der
Landschaftsstation im Kreis Höxter darlegen, nicht einseitig
zu agieren, sondern den Ausgleich der Interessen im Blick
zu haben. Vor diesem Hintergrund beteiligt sich die Landschaftsstation
intensiv an den Bemühungen eine Saatkrähen-Brutkolonie im
Steinheimer Raum aufgrund der vor Ort entstandenen Probleme
umzusiedeln. Von einer erfreulichen Entwicklung konnte Sven
Mindermann, technischer Leiter der Landschaftsstation, berichten:
es entwickeln sich erste Kooperationen mit einigen Städten
im Kreis Höxter, Ersatzgelder auch zur Entwicklung naturschutzfachlich
wertvoller Lebensräume einsetzen. Hier besteht aus Sicht der
Mitgliederversammlung noch erhebliches Potential für die Zukunft.
Zum Abschluss legte Josef Jacobi den anwesenden Mitgliedern
den neu herausgekommenen Band 17 der »Beiträge zur Naturkunde
zwischen Egge und Weser« mit vielen spannenden Kapiteln über
die heimischen Lebensräume mit ihrer Flora und Fauna ans Herz.
Die Schriftenreihe kann in der Geschäftsstelle der Landschaftsstation
unter 05643-948800 bestellt oder abonniert werden. www.landschaftsstation-hoexter.com
nach oben

Westfalenblatt vom 09.09.2005
Ausstellung über Fauna und Flora
Steinernes Haus: Vereine stellen sich vor
Borgentreich (WB). Die Vereine im Steinernen Haus beteiligen
sich am Sonntag an der 725-Jahr-Feier der Stadt Borgentreich
sowie am zeitgleich stattfindenden Tag des Denkmals. mehr...

Neue Westfälische vom 01.07.2005
Geflügelte Untermieter
15 Mehlschwalben-Nester: Ideale
Nistbedingungen bei Ute Wendler unterm Dach
Willebadessen. Unter der Regenrinne von Ute Wendler herrscht
mehr Flugverkehr als auf dem Frankfurter Flughafen. Das
Zwitschern erfüllt die ganze Karlstraße, welche als Einflugschneise
von mehr als einem Dutzend Mehlschwalben-Elternpaaren genutzt
wird.
mehr...
nach oben

Neue Westfälische vom 13.06.2005
Besuch bei Egilherr und Egilde
Großes Staunen beim
Tag der Artenvielfalt im Waldinformationszentrum
Scherfede/Hardehausen.
Der kleine Jonas staunt. Wildschweine sind doch verdammt schlaue
und starke Tiere. "Die heben den Zaun vom Gehege einfach hoch",
erklärt man ihm, "da drin darf sie kein Jäger abschießen".
Viele Kinder sind unterwegs zu Wisenten, Wildschweinen und
Muffelwild. Es ist ein kühler, windiger Morgen, ein Regenjackentag,
Aprilwetter Anfang Juni. Trotzdem haben sie ihre Rucksäcke
geschnürt, ihre Kescher geschultert und Gummistiefel
angezogen. Am "Tag der Artenvielfalt", ein von der Zeitschrift
GEO initiiertes, bundesweites Projekt, zogen über 100
Teilnehmer aus, um die Natur in der Nähe des Waldinformationszentrums
zu erkunden. Die Spezialisten mit Strichlisten und Bestimmungsbüchern,
die Kleinsten mit Neugier und Entdeckergeist. mehr...

Neue Westfälische vom 05.04.2005
Seltener Lebensraum missbraucht
Wingelstein
bei Ottbergen wieder vom Müll gesäubert
Ottbergen (NW). Eigentlich könnten
man sehr stolz auf die artenreichen Magerrasenkomplexe rund
um Ottbergen sein. Die Flächen stellen im nördlichen
Kreisgebiet die artenreichsten Vorkommen dar und zeichnen
sich u.a. durch das Vorkommen zahlreicher Orchideen aus.
mehr...
nach oben

Neue Westfälische vom 23.03.2005
Sumpfohreule ist jetzt vogelfrei
Der flügellahme "Zigeunervogel"
hat ein neues Revier im Körbecker Bruch gefunden
Kreis Höxter (sw). Die kreisrunden, von einer gelben Iris gerahmten
Augen der Sumpfohreule blickten etwas verschreckt in die Runde.
Zu viele neugierige Gesichter und die fremde Umgebung hatten
die Vorfreude auf den ersten Flug in die Freiheit nach einer
dreimonatigen Genesungszeit etwas getrübt. Aber sobald
Vogelfreund Wilfried Limpinsel seinen Arm in die Luft gehoben
hatte und die Eulenkrallen freigegeben waren, erhob sich der
stolze Vogel selbstsicher in sein luftiges Reich. mehr...

Neue Westfälische vom 08.07.2004
Pirsch über die Bergwiesen
Förster aus dem Schwarzwald
mit der Landschaftsstation in Dalhausen
Kreis Höxter (NW). Zwölf Förster aus dem
Schwarzwald pirschten zusammen mit der Landschaftsstation
über die Bergwiesen Dalhausens. Im Rahmen einer forstlichen
Lehrfahrt besuchten sie die Borgentreicher Landschaftsstation
im Kreis Höxter. mehr...
nach oben

Neue Westfälische vom 07.07.2004
Rettungsaktion in Siebenstern
Landschaftsstation im Einsatz
für heimische Zwergfledermäuse
Siebenstern (NW). Mehrere Nächte hatte
das Geraschel von Mäusen die Eheleute Hollmann aus Siebenstern
bereits den Schlaf gekostet. Vermutet wurden die Übeltäter
hinter der Holzverschalung des Hausgiebels. Als Dieter Hollmann
die Verschalung löste, um nach dem Mäusenest zu suchen, erlebte
er eine große Überraschung: Statt der erwarteten Mäuse stieß
er auf eine Wochenstube der Zwergfledermäuse, die erschreckt
aufflogen und dabei etwa 25 bis 30 flugunfähige Jungtiere
mit in die Tiefe rissen. mehr...

Neue Westfälische vom 26.06.2004
Der König hat im Kreis Höxter sein
Reich gefunden
Landschaftsstation informiert
über den Laubfroschbestand / Jetzt auch im Internet
Kreis Höxter (sw). Die meisten kennen
ihn nur noch aus dem Märchen: den so genannten Froschkönig.
Fast wäre aus ihm auch ein Fabeltier geworden, da der Laubfrosch
– so sein wahrer Name – fast ausgestorben war. Jedoch hat
die Landschaftsstation eine Erfolgsstory zu vermelden: Der
Froschkönig, er ruft wieder! mehr...
nach oben

Pressemitteilung vom 20.04.2004
Nieheimer Naturschätze stoßen
auf großes Interesse
Sichtlich zufrieden beendeten Nieheims
Stadtheimatpfleger Ulrich Pieper und Frank Grawe von der Landschaftsstation
im Kreis Höxter ihre gemeinsame Exkursion am vergangenen Wochenende.
Knapp 50 naturinteressierte Teilnehmer
erkundeten mit ihnen die naturschutzfachlichen Besonderheiten
rund um Nieheim. Einzigartig sind die auf 18 km Länge rund
um Nieheim anzutreffenden Flechthecken, die Ulrich Pieper
lebendig vorstellte. Die vor allem aus Haselnussgewächsen
bestehenden lebenden Zäune besitzen aufgrund ihrer hohen Brutvogeldichte
sowie den sich im Schatten der Hecken ansiedelnden Waldrandarten
eine besonders hohe naturschutzfachliche Bedeutung.
Stationsmitarbeiter Frank Grawe hingegen
konzentrierte sich bei der Vorstellung des ausgewiesenen Naturschutzgebietes
Nieheimer Tongruben besonders auf die Darstellung der heimischen
Amphibienfauna, die in diesem Gebiet noch in guten Vorkommen
anzutreffen ist. Auch wenn sich die in dem Gebiet vermutete
Gelbbauchunke nicht zeigte, so konnten den Teilnehmern doch
sämtliche Molcharten, die mithilfe von Molchreusen für kurze
Zeit gefangen wurden, gezeigt werden, darunter auch der Kammolch
als FFH-Art, dessen hoher gezackter Rückenkamm bei der Wassertracht
der Männchen namensgebend ist.
In den letzten Jahren hatte sich die Borgentreicher
Landschaftsstation durch verschiedene praktische Maßnahmen,
wie der Schaffung von Rohbodenstandorten und der Entnahme
von Gehölzen direkt am Gewässer, zur schnelleren Erwärmung,
um die Förderung der heimischen Amphibienwelt bemüht. Die
Landschaftsstation freut sich darauf, die Entwicklung dieses
naturschutzfachlich hochwertigen Gebietes auch zukünftig einem
interessierten Personenkreis vorstellen zu können.

nach oben
Tag der Artenvielfalt
2003
Bundesweit zum fünften Mal, zum vierten
Mal im Kreis Höxter, fand am 14. Juni 2003 der "Tag der Artenvielfalt"
statt.
Die fast schon traditionelle Veranstaltung war von der Zeitschrift
GEO erstmals 1999 initiiert worden und hat sich bis heute
zur weltweit größten Feldforschungsaktion entwickelt, bei
der das Arteninventar verschiedenster Lebensräume in der Bundesrepublik
und im benachbarten Ausland zeitgleich von über 10.000 Wissenschaftlern
und Hobbyforschern erfaßt wird.
Die Grundidee, innerhalb von 24 Stunden in einem definierten
Gebiet so viele Arten wie möglich zu erfassen und hierdurch
zu zeigen, daß es eine große Artenfülle nicht nur in den Regenwäldern
und Savannen tropischer und subtropischer Gefilde sondern
auch "direkt vor der Haustür" gibt, galt auch diesmal wieder.
Im Kreis Höxter wurden - organisiert von der Landschaftsstation
im Kreis Höxter, dem Naturkundlichen Verein Egge-Weser sowie
der NABU-Kreisgruppe Höxter - die verschiedenen Lebensräume
um das Gut Holzhausen bei Nieheim von Experten für Pilze,
Gefäßpflanzen, Weichtiere, Lurche, Schmetterlinge, Wirbeltiere
etc. untersucht.
... Mehr Informationen (Text mit Karte
und Artenliste) finden Sie in dieser 16-seitigen PDF-Datei:
Tag
der Artenvielfalt.pdf . Zum Download der 631 KB großen
Datei bitte in den Dateinamen klicken !
Bilder zum Tag der Artenvielfalt 2003
finden Sie in der Galerie.
nach oben

Tag der Artenvielfalt 2002
im Unteren Eggeltal
Wie steht es um die Vielfalt der Tier-
und Pflanzenarten direkt vor unserer Haustür?
Bereits zum 3. Mal beteiligte sich
die Landschaftsstation Diemel-Weser-Egge zusammen mit dem
Naturkundlichen Verein Egge-Weser (NEW) an dem 4. von der
Zeitschrift GEO initiierten "Tag der Artenvielfalt". Da diese
Veranstaltung vielerorts und weltweit gleichzeitig stattfindet,
handelt es sich um die größte Feldforschungsaktion, die es
je gab.
Artenkenner und solche, die es vielleicht
einmal werden, wollten wie auch in den letzten Jahren zuvor
in der ersten Juni-Woche eine Antwort auf die zentrale Frage
geben: "Wie steht es um die Artenvielfalt, um Tiere und Pflanzen
direkt vor unserer Haustür?". Im Kreis Höxter versammelten
sich am 8. Juni 2002 Experten für Gefäßpflanzen, Moose,
Farngewächse, Insekten, Weichtiere, Lurche, Vögel
etc., um das Naturschutzgebiet "Unteres Eggeltal" zwischen
Daseburg und dem hessischen Haueda zu erforschen. Die hohe
Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ließ denn auch erkennen,
dass nicht nur Experten anwesend waren. Viele andere Interessierte
konnten somit auf unkomplizierte Weise Einblicke in das Arteninventar
verschiedener Lebensräume im Untersuchungsgebiet (Kalk-Halbtrockenrasen,
die von Kalk-Buchenwald bestandenen Flächen, Kleingewässer
und nicht zuletzt der Gewässerlauf der Eggel selbst)
vermittelt bekommen. Ein ausführlicher Bericht einschl. der
Liste vorgekommener Arten wird mit der nächsten Ausgabe
der vereinsinternen Schriftenreihe EGGE-WESER, herausgegeben
vom Naturkundlichen Verein Egge-Weser e.V., veröffentlicht.
Bilder zum Tag der Artenvielfalt 2002
finden Sie in der Galerie.
nach oben
Gelungene
Exkursionsveranstaltung zu den Bergwiesen in Dalhausen
Etwa 40 Interessierte folgten am 6.
Juli 2002 dem Angebot der Landschaftsstation Diemel-Weser-Egge
und des Naturkundlichen Vereins Egge-Weser (NEW) die Tier-
und Pflanzenwelt der Bergwiesen rund um Dalhausen zu erkunden
sowie sich beim Erzeugerzusammenschluss Bergwiesen Dalhausen
GbR mbH über den Einsatz von Ziegen als Landschaftspfleger
zu informieren.
Einführend ging Frank Grawe, wissenschaftlicher
Mitarbeiter der Borgentreicher Station, auf die Entwicklung
der Magerrasen als den Lebensraum, der im Blickpunkt der Exkursion
stand, ein. Die verschiedenen landwirtschaftlichen Nutzungsformen
hatten viele zu schützende Lebensräume hervorgebracht, die
nur durch den Fortbestand der Nutzung erhalten werden können.
Magerrasen sind ein typisches Beispiel für den Rückzug der
Landwirtschaft aus Gebieten, die zu ertragsschwach für die
heutigen Anforderungen sind. Als Folge dieser Entwicklung
fallen diese wertvollen Lebensräume brach und verbuschen zunehmend.
Hier sucht der Naturschutz seit vielen Jahren nach Lösungen
die langfristig angelegt und finanzierbar sind. Heiko Köstermeyer,
1. Vorsitzender des NEW, stellte einige typische Bewohner
der Magerrasen, wie Blutströpfchen oder Schachbrettfalter
vor. Er hatte das Glück auch eine Schlingnatter präsentieren
zu können, die für den Menschen harmlos ist. Der Name verrät
bereits die Strategie dieser Natternart beim Beutefang. Beutetieren
werden durch Würgen in 2-3 Körperschlingen kampfunfähig gemacht
und meist noch lebend verschlungen. Die Pflanzenliebhaber
konnten sich u.a. an den blühenden Beständen vom Echtem Tausendgüldenkraut,
der Mücken-Händelwurz, oder auch den Kräutern wie Thymian
erfreuen, deren wohltuender Duft die Besucher in den Mittelmeerraum
zu versetzen schien. Um den Fortbestand der artenreichen Tier-
und Pflanzengesellschaften, die sich auf diesen Lebensraum
spezialisiert haben, zu sichern, wird heute nach neuen Nutzungsformen
gesucht, denn eine mechanische Pflege ist dauerhaft nicht
zu gewährleisten. In Dalhausen wächst ein erfolgversprechendes
Beispiel heran, das den Besuchern am Schnegelberg präsentiert
werden konnte.
Auf Anregung der Landschaftsstation
Diemel-Weser-Egge gründete sich der Erzeugerzusammenschluss
Bergwiesen Dalhausen GbR mbH, der sich über den Einsatz von
Ziegen u.a. den Erhalt der blütenreichen Kalkmagerrasen auf
die Fahnen geschrieben hat.
Die ersten 30 Ziegen
werden seit Mai diesen Jahres oberhalb der Ortschaft am
Nordhang Dalhausens eingesetzt, um der weiteren Verbuschung
des Schnegelberges mit Schlehe, Weißdorn, Heckenrose und
anderen Gehölzen Einhalt zu gebieten. Die Exkursionsteilnehmer
wurden Zeuge wie die Ziegen auf eine neue Fläche getrieben
wurden. Ziegenhalter Werner Siewers kennt seine Tiere
natürlich genau und konnte berichten, "..dass die Ziegen
jetzt erst mal 2 Wochen nur nach oben gucken, um die Blätter
der Gehölze abfressen, bevor sie die Gräser und Kräuter
am Boden beachten." Die Ziegen bleiben ganzjährig auf
den Flächen, um im Winter die Rinde an den Gehölzen zu
schälen und sie mit diesem Fressverhalten nachhaltig von
den Flächen zurückzudrängen.
Das macht die Ziegen für den Naturschutz so wertvoll und
die Exkursionsteilnehmer neugierig, wie sich die Flächen
in den nächsten Jahren entwickeln werden. Wie gut das
Ziegenfleisch schmeckt, davon kann man sich beim traditionellen
Almabtrieb in Dalhausen überzeugen, der alljährlich
bundesweit am ersten Oktoberwochenende zum Tag
der Regionen stattfindet. |
|
 |
nach oben
Neues
Leben auf den Bergwiesen von Dalhausen
Das Korbmacherdorf Dalhausen erhält seinen
ortsbildprägenden Charakter durch die Kalkhänge, die bis Ende
der 60-iger Jahre durch Ziegen, Schafe und Rinder beweidet
wurden. Durch die abnehmende Beweidung und damit zunehmende
Verbuschung dieser wertvollen Gebiete, veränderte sich das
Ortsbild.
Im Rahmen einer Konzepterstellung überprüfte die Landschaftsstation
Diemel-Weser-Egge, inwieweit ungenutzte Flächen wieder einer
Beweidung zugeführt werden können. Das große Interesse vieler
Dalhauser Einwohner führte dazu, dass mehrere Tierhalter mit
Unterstützung der Borgentreicher Station einen Erzeugerzusammenschluss
gegründet haben, um nicht zuletzt zum Erhalt der Naturschönheiten
beizutragen.
Die Hänge des Schnegelberges sowie Teile
des Spechterberges und Krähenberges wurden bereits in früheren
Zeiten als Gemeindeweide genutzt. Nach der Ablammzeit ab Mitte/Ende
April soll diese Nutzung wieder aufleben, dann wird der Erzeugerzusammenschluss
Bergwiesen GbR mbH seine Ziegen auf eingezäunte Flächen am
Schnegelberg auftreiben. Umfangreiche Vorarbeiten waren für
diese Wiederinnutzungnahme nötig: Mitarbeiter der Stadt Beverungen
schlugen eine Schneise für den notwendigen Zaunbau, während
die Borgentreicher Landschaftsstation mehrere Flächen zur
Erstinstandsetzung entbuscht hat. Ein wilddurchlässiges Zaunssystem
ist, über die Stadt finanziert, aufgestellt worden. Die Gesellschafter
des Erzeugerzusammenschlusses führten Müllsammelaktionen durch
und bauten Unterstände für die Ziegen. Die vielen Beteiligten
freuen sich bereits jetzt auf die erhofften Arbeitsergebnisse,
nämlich blütenreiche Magerrasen und schmackhafte Fleischprodukte
von den Bergwiesen Dalhausens.
nach oben
Pressemitteilungen
Neue Westfälische
- Meldung vom 1. Dez. 2003
Die große Baumzählung
Landschaftsstation kartiert erfolgreich die Streuobstbestände
im Kreis Höxter Kreis Höxter (bat).
Auf dieser Grundlage lässt sich arbeiten. Im Kreis Höxter
ist jetzt erstmalig in Ostwestfalen-Lippe der Bestand an Streuobstbäumen
in einer Karte erfasst worden.
Über ein Jahr hat die Landschaftsstation für den Kreis Höxter
(Borgentreich) in Kooperation mit der Bezirksregierung in
Detmold an dem Projekt gearbeitet. Jetzt wurde die frisch
fertiggestellte Karte im Ur-Museum in Bellersen erstmalig
öffentlich präsentiert.
Eine Landschaftskarte vom Kreis Höxter ist auf den ersten
Blick nichts Spektakuläres. Diese allerdings repräsentiert
ein Kataster, das ziemlich einmalig in der Region ist. Hinter
den roten Punkten verbergen sich alle Streuobstbestände des
Kreises. Insgesamt gibt es im Kreis Höxter 4.056 Streuobstwiesen
mit mehr als drei Bäumen drauf. In der Summe kommt man dann
auf 60.894 Obstbäume. "Nimmt man die einzeln stehenden Bäume
hinzu, die wir für dieses Projekt nicht berücksichtigen konnten,
kommt man auf fast 80.000 Bäume", erläuterte Dr. Burkhard
Beinlich als wissenschaftlicher Leiter der Landschaftsstation.
In der Summe kommt man dann auf
60.894 Obstbäume.
59 Prozent sind Apfelbaumbestände. Es folgt die Zwetschge
mit 28 Prozent. Birne und Kirsche machen jeweils rund sechs
Prozent aus. Ein kleiner Anteil von 0,7 Prozent entfällt auf
die Walnuss.
Was nutzt es, wenn man weiß, wo wie viele Streuobstbäume stehen?
"Nur auf einer solchen Grundlage lässt sich effizienter Landschaftsschutz
betreiben", erklärte Beinlich. Auch das hat die Kartierung
ergeben: 73 Prozent der erfassten Bestände sind dringend pflegebedürftig.
Auch Streuobstbäume müssen regelmäßig beschnitten werden,
da sie sonst auseinander brechen können. Das freut zwar die
Fauna, da hohle, faulende Bäume vielen Tieren als Unterschlupf
dienen, läuft aber der wirtschaftlichen Nutzung zuwider.
 |
Arbeitsgrundlage:
Die erste Streuobst-Karte des
Kreises präsentieren (von links) Dr. Burkhard Beinlich
(Landschaftsstation), Erdmute Voith von Voithenberg (Leiterin
der Oberen Landschaftsbehörde) und Brakels Bürgermeistervertreter
Hermann Temme. |
|
Foto: Burkhard Battran
|
|
Die traditionellen, landschaftsprägenden
Streuobstwiesen besser in den regionalen Wirtschaftskreislauf
einzubetten, ist ein wichtiges Ziel der Kartierung. Wenn man
weiß, welche Mengen geerntet werden können, lässt sich auch
die Vermarktung als Most oder veredelten Spirituosen besser
planen. Streuobstsorten sind Plantagenfrüchten durch ihre
Artenvielzahl und Geschmacksvarianten gegenüber im Vorteil.
Ein Viertel des Streuobst-Gesamtbestands in OWL befindet sich
im Kreis Höxter. Die Kartierung der Bestände war eine enorme
Fleißarbeit. Erst wurden Luftbilder erstellt. Anschließend
wurde mit viel ehrenamtlichen Engagement die Bestände an Ort
und Stelle erfasst um Anzahl, Alter und Zustand der Bäume
festzustellen. "Die Arbeit hat sich aber gelohnt", ist Beinlich
überzeugt.
nach oben

Pressemitteilungen aus dem Jahr 2003
im PDF-Format:
|
Um PDF-Dateien lesen zu
können, benötigen Sie Acrobat
Reader.
Sollte Acrobat Reader bei Ihnen nicht installiert sein,
können Sie ihn hier
kostenlos herunterladen (bitte in das nebenstehende
Bild klicken):
|
 |
03.12.2003
Die große Baumzählung - Landschaftsstation kartiert erfolgreich
die Streuobstbestände im Kreis Höxter
07.05.2003
Datenmaterial zur landesweiten Kartierung des Kiebitz im Kreis
Höxter bislang recht mager
09.04.2003
Umweltbildung: neues Projektangebot der "Landschaftsstation
im Kreis Höxter" erschienen
02.04.2003
Umweltbildung:
Projektangebot vor Ihrer Haustür
04.03.2003
Achtung aufgepasst: Amphibien wandern wieder
04.03.2003
Landschaftsstation beendet Pflegesaison mit Arbeiten im Kalkflachmoor
03.03.2003
Obstbaumschnittkurs in Bellersen
29.01.2003
Umweltschonender Pflegeeinsatz der Landschaftsstation mit
Westfälischem Kaltblut
15.1.2003
Aufruf zur Mitarbeit an alle Angelvereine und Fischzüchter
im Kreis Höxter erfolgt
nach oben
|