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1. Die
Naturräume im Kreis Höxter -im Text beschrieben-
1.1 Die
Egge
1.2 Das Steinheimer
Becken
1.3 Das Oberwälder
Land/Brakeler Muschelkalkschwelle
1.4 Das Wesertal
1.5 Die Warburger
Börde
1.6 Das Diemeltal
1.1 Die Egge

Calluna vulgaris - Heidekraut
Der Eggekamm markiert die westliche Grenze des Kreises Höxter.
Sie weist Höhenlagen zwischen 400 und 470m ü NN auf und stellt
den ersten Höhenzug dar, den die vom Westwind vom Meer herangetragenen
Wolken zu überwinden haben. Dementsprechend feucht ist hier
das Klima! Eine Folge der vielen Niederschläge ist der Wasserreichtum,
der sich in zahlreiche Quellen manifestiert So entspringen
am Osthang auch die beiden größeren Gewässer Nethe und Emmer,
die den Kreis Höxter zur Weser hin entwässern. Die Gewässer
am Westhang der Egge entwässern dagegen in Richtung Rhein.
Während der zentrale Höhenzug aus basenarmen Sandsteinen aufgebaut
wird, finden sich im Vorland fast alle geologischen Formationen
von Zechstein bis zur Oberen Kreide auf engstem Raum.
Natur und Landschaft
Traditionell stand in der Egge schon immer die forstwirtschaftliche
Nutzung an erster Stelle. Auf der Egge selber herrscht die
Fichte vor, mit der im 19.Jarhrhundert die ehemals dominierenden
Hochheiden aufgeforstet wurden. Im Eggevorland sowie den Vorberge
dominiert dagegen auf basenreichen Böden die Buche. Im Gegensatz
zum fast durchgängig waldbedeckten Kamm wird das Bild des
Eggevorlandes in erster Linie von einem steten Wechsel aus
Grünland, Ackerflächen und Hecken geprägt.
Einige bemerkenswerte faunistische und floristische Besonderheiten
heben die Egge von den umgebenden Landschaftseinheiten ab.
So beheimatet die Egge das größte einheimische Wildtier, den
Rothirsch. Als typische und seltene Vogelarten sind hier z.B.
der Schwarzstorch, Rauhfußkauz, Kolkrabe, Schwarzspecht und
Tannenhäher beheimatet. Als absolute Besonderheit ist das
in NRW vom Aussterben bedrohte Haselhuhn als eine der Charaktertierarten
der Egge zu finden. Die im Weserbergland stark gefährdete
Kreuzkröte (RL 2) ist im Kreis Höxter nur noch im Gebiet
der Süd-Egge anzutreffen. In alten Stollen und Bahntunneln
befinden sich große Winterquartiere zahlreicher Fledermausarten.
Heidekraut und Heidelbeere in größeren Beständen sowie seltene
Bärlappe kommen auf den basenarmen Standorten des Eggezuges
vor. Der in NRW sehr seltene Hirschzungenfarn und Königsfarn
sowie das in Sandsteinspalten und -höhlen gedeihende sehr
seltene Leuchtmoos stellen weitere Besonderheiten dieses Naturraumes
dar.
Das kreisweit größte bekannte Vorkommen der Türkenbundlilie
findet sich im Bereich des kalkgeprägten Asseler Waldes.
Ein weiteres floristisch einzigartiges Gebiet bilden die Kalktriften
bei Willebadessen. Die hier in großer Individuenzahl Enziane
sind für den Kreis Höxter einmalig und sind darüber hinaus
sogar von europaweiter Bedeutung.
Fransen-Enzian, Kreuz-Enzian
(Quer- und Hochformat)
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1.2 Das
Steinheimer Becken

Der Köterberg
Das Steinheimer Becken liegt
im nördlichwestlichen Teil des Kreises Höxter. Es handelt
sich um ein weites, offenes, zwischen dem umgebenden Muschelkalk-
und Keuper-Bergland flach eingesenktes Becken, das von der
Emmer und ihren Nebenflüssen netzförmig durchflossen wird.
Vorherrschende Keupertone und -mergel und die sie z.T. verhüllende
Lößdecke bedingen die hier vorherrschenden weichen Geländeformen.
Vereinzelnd treten härtere Schichten, z.B. der Stoppelberg
oder der östlich von Steinheim verlaufende Steinheimer Rücken
hervor.
Natur und Landschaft
Der größte Teil des Steinheimer Beckens, welches von Natur
aus einen Eichen-Hainbuchenwald tragen würde, ist heute ertragreiches
Ackerland, auf dem vor allem Weizen und Zuckerrüben angebaut
werden.
Neben den charakteristischen, aber nur noch kleinflächig anzutreffenden
Eichen-Hainbuchenwäldern in den Muldenlagen und den Hainsimsen-Buchenwäldern
in den Höhenlagen ist vor allem der Wasserreichtum bedeutsam,
der neben Emmer und Beber auch zahlreiche Feuchtbiotope speist.
Die landwirtschaftlichen Nutzflächen werden durch zahlreiche
Feldgehölze und Hecken untergliedert. Eine überregionale Bedeutung
haben die sogenannten "Nieheimer
Flechthecken" erlangt, deren Erhalt als landschaftstypische
Besonderheit durch ein spezielles Pflege-Programm unterstützt
wird.
Als geologische Besonderheiten sind die großen Kohlensäurevorkommen
im Bereich Nieheim und die Mineralquellen in Vinsebeck und
Nieheim erwähnenswert.
Vor allem die Feuchtgebiete um Nieheim (NSG "Artenschutzgrube
Nieheim") und Ottenhausen weisen ein vielfältiges und schützendes
Arteninventar auf. Dort sind seltene Tierarten wie Laubfrosch,
Kammmolch oder Eisvogel in guten Populationsgrößen anzutreffen.
Das Feuchtgrünland bei Ottenhausen weist weiterhin hochgradig
gefährdete Pflanzenarten wie Fieberklee, Breitblättriges Knabenkraut,
Geflecktes Knabenkraut, Schmalblättriges Wollgras sowie farbenprächtige
Bestände der Sumpfdotterblume auf.
Als ebenso hochwertig sind die Emmerauen mit den Zuläufen
Fischbach und Mühlenbach, sowie die Beberauen mit den Zuläufen
Schierenbach und Königsbach zu werten. Auch hier sind Eisvogel
und Laubfrosch anzutreffen. Im Sommerhalbjahr lassen zudem
die Prachtlibellen das Herz eines jeden Naturliebhabers höher
schlagen.
Erwähnenswert ist das Ökologische
Musterdorf Ottenhausen, welches zu einem Spaziergang einlädt.
Bei genauem Hinsehen können dort zahlreiche Arten der hochgradig
gefährdeten Dorfflora (z.B. der Gute Heinrich) aufgefunden
werden.
Fieberklee
Sumpfdotterblumen
Ein Aushängeschild für Nieheim
ist ausserdem die regionale Spezialität, mit bundesweitem
Bekanntheitsgrad bei Käsekennern, der Nieheimer
Käse.
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1.3 Das
Oberwälder Land/Brakeler Muschelkalkschwelle

Allium ursinum an der Emder Höhe
Im Herzen des Kreises Höxter liegt das
Oberwälder Land, ein von Formationen des Muschelkalks geprägtes
waldreiches Bergland, welches zwischen der Egge im Westen
und der Wesertalung im Osten bzw. der Warburger Börde im Süden
und dem Steinheimer Becken im Norden vermittelt.
Das Oberwälder Land bietet ein landschaftlich äußerst abwechslungsreiches
und vielfältiges Bild, bestehend aus größeren Waldflächen,
Flußtälern und Auenbereichen, landwirtschaftlichen Nutzflächen
und dörflichen Strukturen. Aufgrund eines gitterförmiges Gewässernetzes,
das die mächtigen Muschelkalkschichten oft in engen Kastentälern
durchschneidet, sind stellenweise unterliegende Rötschichten
freiglelgt. Auf den höheren Platten liegen dagegen noch ertragsarme
Keuperschichten auf.
Natur und Landschaft
Aufgrund der intensiven Zertalung und des oft kleinräumigen
Wechsel der natürlichen Standortverhältnisse trifft man hier
ein großes Potential an unterschiedlichen Lebensräumen und
charakteristischen Tier- und Pflanzenarten an.
In den großen, geophytenreichen Kalkbuchenwälder trifft man
auf Dam- und Muffelwild, die Buchenalthölzer bieten Tierarten
wie Schwarzspecht, Hohltaube, Fledermäusen oder dem Siebenschläfer
ein Zuhause. Der Neuntöter ist Charaktervogel der durch Hecken
strukturierten Kulturlandschaft und der wärmebegünstigten
Waldränder.
Prägend für diesen Landschaftsraum sind die Fließgewässer
Nethe, Brucht und Aa mit ihren Zuflüssen, hier finden Eisvogel
und Wasseramsel ideale Lebensbedingungen. Die Vorkommen des
Bachneunauges, der Elritze und Mühlkoppe oder der Gebänderten
Prachlibelle weisen auf eine sehr gute Wasserqualität und
Naturnähe der Gewässer hin. Eine Besonderheit dieses Naturraumes
stellen auch die kleinen Kalkquellsümpfe mit Sumpfstendelwurz,
Teufelsabbiß und Sumpf-Herzblatt sowie die kleinen Kalksinterbäche
dar. Kleinere Kalkmagerrasen mit einer großen Fülle an Orchideen
und Enzianen sind an den Oberhängen der Täler noch regelmäßig
anzutreffen.
Sumpfherzblattbestand
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1.4 Das Wesertal
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Wesertal von Fürstenberg gesehen
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Wesertal bei Meinbrexen
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Wesertal bei Lüchtringen
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Wesertal bei Lüchtringen
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Das Wesertal markiert die östliche Kreis-
und Landesgrenze zu Niedersachsen. Das Wesertal umfaßt die
Stadtgebiete von Höxter und Beverungen. Während die westlichen
Hänge des Tales überwiegend von Muschelkalkbergen geprägt
werden, die mehr oder weniger steil zur Weser hin abfallen,
erfolgt der Anstieg zum östlich angrenzenden, aus Buntsandsteinen
aufgebautem Solling eher sanft. Das im Süden relativ enge
Wesertal weitet es sich ab Godelheim deutlich auf. Ab hier
wechselt die Weser in z.T. engen Mäandern mehrfach von der
westlichen zur östlichen Talseite. Zahlreiche bei Hochwasser
aktivierte Flutrinnen markieren hier zudem alten Weserläufe.
Natur und Landschaft
Die Weseraue selbst wird überwiegend ackerbaulich genutzt,
lediglich tiefergelegene Bereiche und die Weserufer selbst
weisen größere Grünlandbestände auf. Prägend sind heute die
zahlreichen Kiesabgrabungen, die v.a. um Höxter und Beverungen
regelrechte Seenplatten ausbilden. Eine Besonderheit für einen
Fluß von der Größe der Weser stellt das weitgehende Fehlen
von Hochwasserdeichen und das vollkommene Fehlen von Querbauwerken
auf einer Strecke von mehr als 90 km Länge dar.
Auffällig ist das weitgehende Fehlen von Ufergehölzen entlang
der Weser. Es handelt sich um eine Spätfolge der bis ins späte
19. Jahrhundert praktizierten Treidelwirtschaft: Die Weserboote
wurden mit Pferden stromaufwärts gezogen - hierfür war jeglicher
Baumwuchs störend.
Wenn die typischen Elemente der Aue auch nur noch kleinflächig
anzutreffen sind, sind sie trotz allem von großer Bedeutung
für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Charakteristische
Tierarten sind u.a. Graureiher, die in einer Kolonie bei Beverungen
brüten, Beutelmeise, Nachtigall oder Schlagschwirl. Im Winterhalbjahr
sind an der Weser größere Rastbestände des Gänsesägers und
des Kormorans anzutreffen. Ein beeindruckendes Ereignis ist
immer wieder der Kranichzug, dem die Weser als Leitlinie dient.
Im Ufersaum der Weser finden sich typische Pflanzen wie Schwanenblume,
Großer Wiesenknopf oder Wasserfenchel.
Als sekundäre Lebensräume sind die Baggerseen von großer Bedeutung.
Hier finden neben Kleinem Wasserfrosch, Seefrosch, Kammmolch,
Uferschwalbe sowie Flußregenpfeiffer auch zahlreiche, u.a.
sehr seltene Libellenarten geeignete Lebensräume vor.
Als Relikte der traditionellen Kulturlandschaft sind heute
noch alten Kopfweiden, Feucht- und Nasswiesen sowie die sogenannte
Hechtgräben anzutreffen. Ein besonders beeindruckendes Beispiel
für eine historisch gewachsene Weserlandschaft findet sich
im Taubenborn bei Höxter.
Die ostexponierten Hänge des Wesertals werden durch Kalkstein,
welches z.T. in Form von Klippen in Erscheinung tritt, geprägt.
Hier sind wärmeliebende Orchideen-Buchenwälder zu Hause, die
durch zahlreiche seltene Arten wie Eibe, Elsbeere, Rosskümmel
oder Frauenschuh charakterisiert werden.

Frauenschuh (Cypripedium
calceolus) im Orchideen-Buchwald
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1.5 Die Warburger Boerde
Typisches Erscheinungsbild der Warburger
Bördelandschaft
- großflächige Ackerflächen
Die Warburger Börde
mit den angrenzenden Höhen zum Diemeltal umfasst die südlichsten
Bereiche des Kreises Höxter. Sie präsentiert sich als flaches,
fast waldloses Becken von ca. 15 km Durchmesser, deren tiefster
Punkt bei ca. 200m liegt. An den Rändern steigt sie auf 260
- 300 m an. Der Untergrund besteht aus Keupermergel mit Lößüberdeckung,
durchsetzt von einzelnen Basaltschloten wie dem Desenberg
- dem Markenzeichen dieser Landschaft -, Weißholz, Hüssenberg,
Dörenberg, die zu den letzten Ausläufern der hessischen Vulkane
gehören.

Der Desenberg, ein altes Vulkangestein, im Winter und Sommer
Natur und Landschaft
Seit jeher wird die Bördelandschaft aufgrund der fruchtbaren
Böden intensiv ackerbaulich genutzt. Die Urbarmachung und
Kultivierung von Feldfrüchten setzte hier sehr früh ein, sie
wurde später zur Kornkammer des deutsch-römischen Reiches.
Aufgrund neuzeitlicher Ackerbaumaßnahmen sind von der ehemals
vielfältig strukturierten Landschaft heute nur noch Restbestände
verblieben. Von Bedeutung sind insbesondere die Feuchtlebensräume
des Rietbruches, Körbecker Bruches und Echeler Bruches sowie
die Magerrasen des Desenberges und der Höhenzuge entlang der
Diemel. Die vom Aussterben bedrohten Wiesen- und Rohrweihen
zählen zu den charakteristischem Vögeln der Bördelandschaft.
Für die Kalkmagerrasen sind Neuntöter, zahlreiche Orchideen,
Enziane und größere Wachholderbestände kennzeichnend. Wertbestimmend
für die Randlagen der Börde sind weiterhin artenreiche Kalkscherbenäcker,
auf denen sich bis heute seltene Ackerwidkräuter wie Adonisröschen,
Frauenspiegel oder Ackerrittersporn erhalten haben.
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1.6 Das Diemeltal
Das Diemeltal bei Lamerden (Kreis
Kassel)
von Körbecke (Kreis Höxter) gesehen
- eine Landschaft wie im Bilderbuch
Ganz im Süden des Kreises
gelegen, stellt das Diemeltal die Grenzregion zum benachbarten
Hessen dar. Auf westfälischer Seite grenzt die Warburger Börde
direkt an und bietet mit seinen fruchtbaren Lößböden ein echtes
Kontrastprogramm zum engen Tal der Diemel und den zum Teil
sehr steil ausgeprägten, kargen Talhängen. Die Diemel als
prägendes und namengebendes Element entspringt bei Usseln
oberhalb des Diemelsee und fließt dann auf einer Laufstrecke
von über 115 km an Marsberg, Warburg, Liebenau und Trendelburg
vorbei nach Bad Karlshafen, wo sie in die Weser mündet.
Obwohl der Lauf nicht besonders lang ist, passiert der Fluß
unterschiedliche geologische Formationen. Im Bereich der Quelle
bis Westheim hat sich der Fluß in den harten Gestein des Karbon
und Perm eingeschnitten. Im Bereich um Marsberg verläuft der
dagegen im Muschelkalk um dann zwischen Westheim und Scherfede
die Buntsandsteinbarriere der Egge zu durchbrechen. Von dort
bis nach Bad Karlshafen durchschneidet die Diemel erneut die
Muschelkalkplatten des Trias und hat v.a. zwischen Warburg
und Eberschütz markante Steilhangbereiche und Felspartien
herausgearbeitet. Die Talhänge werden zum großen Teil von
Wacholderheiden und Magerrasen bedeckt. Als Relikte der traditionellen
Kulturlandschaft und Zentren des Artenreichtums stellen sie
die wirklichen Kleinodien des mittleren und unteren Diemeltals
dar. Aber auch die kleinen verträumten Dörfer und lieblichen
Fachwerkstädte tragen wesentlich zum Reiz dieser Landschaft
bei. Ganz zu schweigen von der Diemel stelbst, die insbesondere
im Bereich zwischen Eberschütz bis Bad Karlshafen in zahlreichen
Mäandern die Auelandschaft maßgeblich prägt.
- eine Landschaft von europaweiter
Bedeutung
Die Talhänge der Diemel
stellen mit ihren Trockenlebensräumen Wacholderheide, Kalkmagerrasen,
Kalkscherbenacker, wärmeliebende Säume und Gebüsche sowie
den Orchideenbuchenwäldern einen der nördlichsten Vorposten
in des Mittelgebirgen Deutschlands dar. Mit einer Fläche von
ca. 220 ha im Bereich des unteren und mittleren Diemeltals
bzw. 750 ha im gesamten Diemeltal liegen die Kalkmagerrasen
und Wacholderheiden hier in einer Größe vor, wie sie ansonsten
erst wieder viel weiter südlich anzutreffen ist.
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Magerrasen am Weldaer Berg
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Sie sind Lebensraum zahlreicher
seltener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten, die hier
zudem in einer mehr oder weniger einzigartigen Kombination
auftreten. Ursache hierfür ist, dass sich im Bereich des Diemeltales
die Grenzen zweier biogeografischer Regionen überschneiden!
Dem Artenreichtum der Schmetterlinge wird zur Zeit insofern
Rechnung getragen, als daß das Diemeltal zur Verleihung des
EU-Zertifikates "Primary Butterfly Area (PBA)" vorgesehen
ist. Jedes EU-Mitgliedsland darf maximal 20 solcher Gebiete
melden. In Deutschland, und somit auch in der EU, gehört
das Diemeltal somit zu den wichtigsten Gebieten für den Schmetterlingsschutz!
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Maculinea rebeli - Rebels-Ameisenbläuling
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Schachbrettfalter
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Die meisten Kalkmagerrasen werden aktuell mit Schafen beweidet.
Wertvolle Lebensräume sind weiterhin Kalkbuchenwälder wie
der Asseler Wald bei Rimbeck, wo neben zahlreichen Orchideen
wie Weißem Waldvöglein (Cephalanthera damasonium) Rotem Waldvöglein
(Cephalanthera rubra) Breitblättrigem Knabenkraut (Dactylorhiza
majalis) Türkenbund-Lilie (Lilium martagon).
Dreizähniges Knabenkraut
(Orchis tridentata - weiss), Gemeiner Seidelbast (Daphne mezereum),
Dreizähniges Knabenkraut (Orchis tridentata - rosa),
Fliegen-Ragwurz (Ophrys insectifera)
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mehr zum Diemeltalprojekt
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